Die British Airways Maschine war besser als erwartet und die erste Flugroute wurde mit Tomatensaft und indischen Chips eingeleitet.
In London hieß es einmal Flughafenbesichtigung mit dem Terminalbus. Wir mussten quasi einmal über den Flughafen fahren und ich wunderte mich schon, ob das alles Einbahnstraßen sind, weil der Busfahrer links fuhr... Gut, dass kann man noch nicht auf die lange Flugzeit schieben....
Ich vertrödelte die vier Stunden Aufenthalt mit dem intensiven Studium unseres Reiseführers.Die Seiten zu Gefahren in Australien waren irgendwie länger als der Rest, aber ich habe Tino schon instruiert, es auch mal zu lesen, damit er weiß, bei welcher Tierberührung eine Mund-zu-Mund-Beatmung erforderlich sein kann.
Wir aßen dann noch ganz schmackhafte Sandwiches und schlenderten einmal durch die Läden (besonders Olympia-Souvenirs sind sehr beliebt) und konnten dann schon zu unserer Gate, wo zu unserer Überraschung leider keine Toilette mehr angedacht war.
Das überraschte scheinbar auch andere, die vergeblich versuchten aus der Menschensammlung wieder rauszukommen.
Dann wurden erst die "guten" Plätze geboarded und dann ging es sinniger Weise von hinten los. Ich finde Menschenansammlungen ja immer sehr faszinierend, besonders, wenn sich die Reihennachbarn bei einem Flug mit ca 300 Passagieren genau gegenüber hinsetzt und dann noch augenscheinlich aus Schottland kommen und man überlegen muss, ob man jetzt unter einem Kilt wirklich nichts trägt.
Unsere 747 war gut gefüllt und wir erkundeten sogleich das Entertainmentprogramm. So viele gute Filme, die wir nicht kannten, aber erstmal musste Twillight vervollständigt werden. Als Vegetarier wird man immer zu erst bedient, was natürlich ganz nett ist, aber ich bin immer fertig gewesen, wenn Tinos Essen kam. Für mich gabs Nudeln mit Füllung und leckerem Nachtisch (irgendein Mousse) und Tino hat sich für Hühnchen und Kartoffelpü entschieden.
Weil unser Flug durch die Nacht ging (quasi, weil wir ja gegen die Zeit reisen und der Pilot uns schon beim Abflug sagte, dass gleich die Sonne wieder aufgehen würde und bitte alle die Fensterklappen geschlossen lassen), gab es ein Refreshmentpack mit Wasser, Keks und Pferfferminzbonbons.
Wir fingen noch an Tim und Struppi zu schauen und landeten dann auch im Schlafland.
Wahnsinnig faszinierend ist ja immer, wie so eine Crew die Tageszeiten bestimmen kann. Von hinten wird zur Aufwachzeit einfach etwas lärm gemacht, einige Fenster werden aufgezogen und das Licht hochgedimmt und schon stehen Schlangen vor den Toiletten.
Wir begannen unseren Tag dann um 16 Uhr Hong Kong Ortszeit mit einem Frühstück (für mich wieder extra vegetarisch, obwohl ich nicht weiß, was an der Müsli-Auswahl fleischig gewesen wäre) und landeten zwei Stunden später. Zwischenzeitlich fand ich noch eine Pferdeflüsterer-Dokumentation und begann mit einer Dokumentation über Island, die ich hoffentlich gleich weiterschauen kann.
Die Landung in Hong Kong ist schon recht spektakulär, weil die Landebahn ins Meer ragt, wir sahen aber wenig auf unseren Mittelsitzen, die wir aber während des Fluges sehr zu schätzen wussten.
Die Personaldichte war gleich sehr groß und jeder wollte uns in Empfang nehmen und weiterleiten. Wir stellen fest, die Freundlichkeit unseres Personals potentierte sich bei jedem Aufenthalt deutlich. Schade Deutschland, du hast dein Klischee wieder voll erfüllt...
Jetzt werden wir mal schauen, wo wir hinmüssen und Tino hat schon allerlei Entertainmentmöglichkeiten (neben dem freien Wlan) aufgespürt...
Einen Gruß in die Heimat!
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