Am nächsten Morgen kam früh der Besitzer des Campingplatzes
zum Abkassieren vorbei, was uns total recht war, weil wir früh los wollten.
Also machten wir dann doch noch mal einen Abstecher zum
Hundefriedhof und bestaunten die kleinen Gräber mit zum Teil sehr süßen
Innenschriften. Einige der Tiere hatten mit über 15 Jahren ein stattliches
Alter erreichen können.
Auf einem Ausguck konnten wir über die zahlreichen
geernteten Weizenfelder im Wheatbelt von Perth schauen.
Unser erstes Ziel war dann auch schon bald danach erreicht.
Der Wave Rock zaubert eine faszinierende trockene Welle auf das platte Land und
wir ließen uns den trockensten Surf der Welt natürlich nicht nehmen.
Wir bestiegen den kleinen Berg auch noch, um die Umgebung
auch aus der Vogelperspektive anzuschauen. Und wieder war es sehr heiß und wir
hatten schlauer Weise das Wasser im Auto vergessen.
Also drehten wir am Ende eines Weges wieder um und angelten
lieber im nächstgelegenen Kiosk zwei interessante Eis aus der Tiefkühltruhe.
Tino erfreute sich an seinem Callipo Limone/Apfel und ich fand mein Split real
fruits Passionfruit (aber eher als Capri) sehr gelungen.
Die Fahrt ging weiter bis nach Esperance. Lange hatten wir
überlegt, ob wir diesen Umweg, denn nun waren wir fast ganz im südwestlichen
Westaustralien, überhaupt machen sollten. Aber zahlreiche Fotos vom weißesten
Strand Australiens, hatten unser Interesse geweckt.
Wir wollten im Nationalpark Cape Le Grand Campen. Dieser
liegt etwas außerhalb der Stadt und beheimatet eben jenen weißesten Strand
Australiens (ich kann mich noch erinnern, dass im Osten der Whiteheaven Beach
als der weißeste Australiens beworben wurde…).
Als wir zur Zufahrt zum Park einfuhren, entdeckten wir nach
2km ein Schild auf dem darauf hingewiesen wurde, dass keine
Campingmöglichkeiten mehr frei seien.
Oh Shit und nun. Mein Tagesplan war schon wieder völlig
zerstört und es war auch schon knapp nach 16 Uhr.
Wir wälzten die Karten und Reiseführer und schnell wurde
klar, dass das Cape Arid unsere Ansprüche auch erfüllen würde, aber das waren
noch mal 80km mehr. In der Hoffnung diesen Park nicht überfüllt vor zu finden
(weil wir eben erst kurz vor der Dunkelheit ankommen würden und in Australien
fährt man eben Nachts nicht) drehten wir gleich am Schild um und fuhren weiter.
Die Straße war gut und nur die letzten 20km mussten wir über Schotter. Gleich
nach dem Eingang des Parks sprangen uns die ersten echten Kängurus über den
Weg. Graue Riesenkängurus um genau zu sein. Ich schnappte mir gleich meine Kamera
und versuchte sie auch bildlich einzufangen. Sie verschwanden aber schnell im
Buschland, was sie erstaunlich gut tarnte.
Nach einigen Kilometern wurden wir per Schilder
aufgefordert, den Parkeintritt zu bezahlen. Dafür füllt man einen Umschlag aus
und wirft 11$ in diesen.
Einige Kilometer weiter fanden wir auch einen der
Campingplätze mit einem wahnsinnigen Ausblick auf Yonkinup Bay.
Der Platz war
so gut wie leer und im oberen Bereich, war nur ein weiterer Bushcamper, zu dem
wir uns gesellten. Die Parkbuchten waren sehr großzügig und als Tino rückwärts
einparken wollte stoppte er abrupt, weil er sonst ein Känguru erwischt hätte,
was in einer Ecke lümmelte.
Also ließen wir das Ru in Ruhe und nahmen einen anderen
Platz mit noch besserem Blick.
Auch fürs Campen registriert man sich selbst und zahlt 7$
pro Erwachsener. Die Bushtoiletten mit riesiger Klobürste und
Schaltknüppelspülung waren super in Schuss und man hatten in einer kleinen
offenen Küche auch die Möglichkeit ein BBQ mit grandiosem Blick zu machen.
Wir erkundeten gleich den Strand und hatten schon Ideen für
den nächsten Tag, als die Sonne langsam unterging.


































Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen