Am vorigen Abend war noch eine Schulklasse im Camp
angekommen und diese waren nun schon um 6Uhr auf (klar am ersten Tag einer
Klassenfahrt). Die Kinder kamen ca. aus der 5-6. Klasse. Ich finde ja immer
spannend, wie in anderen Ländern der Umgang untereinander und gegenüber der
Lehrer ist. Zwei der Lehrer waren zumindest die totalen gelassenen Surfertypen
mit FlipFlops an, eine Lehrerin erfüllte mit ihrer Uniform und ihrer rundlichen
Figur das Schubladendenken, aber eine strengere Lehrerin tauchte dann auch noch
auf.
Wir fuhren nach Exmouth und klapperten die dortigen
Geschäfte ab, aber wieder war nichts tolles dabei und so kauften wir am Ende
nur einen wasserfesten Beutel, den wir für unseren nächsten Nationalpark
benötigen würden.
Aber dafür fanden wir unseren ersten OP-shop ( ;) @tini)
also Secondhandladen und nahmen gleich mal drei Teile für zusammen 5$ mit. Warum
auch immer der Gesamtpreis am Ende so niedrig war, aber ich hab extra
nachgefragt. Bei genauerem Hinsehen waren die Sachen etwas fleckig. Mal sehen,
was da die deutsche Maschine zu sagt.
Anschließend sammelten wir noch die Walhai DVD ein und
brachen dann zur langen Autofahrt auf.
Zwischendrin tankten wir an dem bis jetzt teuersten und
urigsten Roadhouse, wo der langbärtige Besitzer erstmal zur Dieselsäule kam und
wir schon dachten, jetzt will er uns volllabern, aber nein, er holte einen
Stift und einen Zettel raus, kommentierte dieses mit: „That’s my technic“ und
schrieb nach dem Tanken Preis und Liter von der Säule ab.
Es kam noch zu nem kleinen Smalltalk.
Die Fahrt ging erst auf einer betonierten Straße weiter und
wir wählten dann die Abkürzung über eine „Piste“. Da sich die Umgebung ständig
änderte war die Fahrt wirklich nett.
Wir passierten eine riesige Eisenerzmine und seit dieser
kamen uns dann nur noch Pickups des Unternehmens oder Busse entgegen. Die
Quelle dieses Ansturms war Tom Price. In dieser Stadt scheinen weit über 90%
von der Mine zu leben, wie uns ein Supermarktbesuch zeigte, bei dem fast alle
Einkäufer die Minenuniform trugen.
Auf jeden Fall zeigte die Stadt so viel mehr Treiben, als
die meisten Städte vorher. Das war schon faszinierend. An einem Kipplaster am
Ortsausgang hielten wir dann noch mal für ein Foto.
Mit der untergehenden Sonne im Rücken fuhren wir weiter in
den Karijini Nationalpark.
Auf der Fahrt sahen wir noch unseren ersten Dingo.
Leider waren wir etwas spät dran, so dass wir nur hoffen konnten, keins der
Buschtiere vors Auto zu bekommen. Beruhigend war aber doch, dass wir seit
längerem keine toten Kängurus am Straßenrand mehr gesehen hatten. Lebende waren
uns auch nicht mehr begegnet. Kurz bevor die Dunkelheit uns ganz verschlungen
hatte, trafen wir am Campingplatz des Nationalparks ein (ein Ressort). Die
Rezeption war gleichzeitig Bar und hatte noch offen. Unser Platz lag etwas
abseits und in dem Ensuite Bad begegneten uns dann die ersten Frösche, die sich
beim Lichteinschalten aber alle in irgendwelche Ritzen zurückzogen.






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