Montag, 26. März 2012

Arbeiterstadt


Am vorigen Abend war noch eine Schulklasse im Camp angekommen und diese waren nun schon um 6Uhr auf (klar am ersten Tag einer Klassenfahrt). Die Kinder kamen ca. aus der 5-6. Klasse. Ich finde ja immer spannend, wie in anderen Ländern der Umgang untereinander und gegenüber der Lehrer ist. Zwei der Lehrer waren zumindest die totalen gelassenen Surfertypen mit FlipFlops an, eine Lehrerin erfüllte mit ihrer Uniform und ihrer rundlichen Figur das Schubladendenken, aber eine strengere Lehrerin tauchte dann auch noch auf.
Wir fuhren nach Exmouth und klapperten die dortigen Geschäfte ab, aber wieder war nichts tolles dabei und so kauften wir am Ende nur einen wasserfesten Beutel, den wir für unseren nächsten Nationalpark benötigen würden.
Aber dafür fanden wir unseren ersten OP-shop ( ;) @tini) also Secondhandladen und nahmen gleich mal drei Teile für zusammen 5$ mit. Warum auch immer der Gesamtpreis am Ende so niedrig war, aber ich hab extra nachgefragt. Bei genauerem Hinsehen waren die Sachen etwas fleckig. Mal sehen, was da die deutsche Maschine zu sagt.
Anschließend sammelten wir noch die Walhai DVD ein und brachen dann zur langen Autofahrt auf.

Zwischendrin tankten wir an dem bis jetzt teuersten und urigsten Roadhouse, wo der langbärtige Besitzer erstmal zur Dieselsäule kam und wir schon dachten, jetzt will er uns volllabern, aber nein, er holte einen Stift und einen Zettel raus, kommentierte dieses mit: „That’s my technic“ und schrieb nach dem Tanken Preis und Liter von der Säule ab.
Es kam noch zu nem kleinen Smalltalk.
Die Fahrt ging erst auf einer betonierten Straße weiter und wir wählten dann die Abkürzung über eine „Piste“. Da sich die Umgebung ständig änderte war die Fahrt wirklich nett.

Wir passierten eine riesige Eisenerzmine und seit dieser kamen uns dann nur noch Pickups des Unternehmens oder Busse entgegen. Die Quelle dieses Ansturms war Tom Price. In dieser Stadt scheinen weit über 90% von der Mine zu leben, wie uns ein Supermarktbesuch zeigte, bei dem fast alle Einkäufer die Minenuniform trugen.
Auf jeden Fall zeigte die Stadt so viel mehr Treiben, als die meisten Städte vorher. Das war schon faszinierend. An einem Kipplaster am Ortsausgang hielten wir dann noch mal für ein Foto.


Mit der untergehenden Sonne im Rücken fuhren wir weiter in den Karijini Nationalpark. 
Auf der Fahrt sahen wir noch unseren ersten Dingo. Leider waren wir etwas spät dran, so dass wir nur hoffen konnten, keins der Buschtiere vors Auto zu bekommen. Beruhigend war aber doch, dass wir seit längerem keine toten Kängurus am Straßenrand mehr gesehen hatten. Lebende waren uns auch nicht mehr begegnet. Kurz bevor die Dunkelheit uns ganz verschlungen hatte, trafen wir am Campingplatz des Nationalparks ein (ein Ressort). Die Rezeption war gleichzeitig Bar und hatte noch offen. Unser Platz lag etwas abseits und in dem Ensuite Bad begegneten uns dann die ersten Frösche, die sich beim Lichteinschalten aber alle in irgendwelche Ritzen zurückzogen.

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