Dienstag, 13. März 2012

Dolphin Day


Nein kein australischer Feiertag, aber eben ein passender Name für unseren Tag. Es ging wieder früh los und als wir noch an einem Lookout übers Inlet hielten, sah ich komische Platscher im Wasser. Einige Fischerboote waren schon unterwegs und ich sagte noch zu Tino, das muss ja ein großer Fisch sein, als nach einigen Minuten Finne auftauchten. Ui Delfine. 7 Uhr morgens und sie waren ganz aktiv im Inlet unterwegs. 


Also haben wir versucht etwas näher dran zu kommen und fanden uns dann auf einem Bootseinlass eines Yachtclubs wieder.
Es waren insgesamt drei, die immer wieder auftauchten und scheinbar jagten.

Ein paar Brillenpelikane waren auch gerade aufgewacht und machten ausgiebig ihre Morgentoilette.



Als nächstes wollten wir die Giganten von Walpole kennenlernen und so fuhren wir in den nächsten Nationalpark. Hier stehen sie, die höchsten Bäume Westaustraliens. 



Und den Giant Red Tingle Tree, der den größten Umfang (mehr als 20m) hat, besuchten wir an diesem Tag als erste Besucher. 





Immer wieder schön, wenn man sieht für welche Massen bestimmte Attraktionen ausgelegt sind. Da gibt es zig Parkbuchten, Toiletten, Picknicktische und manchmal auch BBQ. Wir waren an diesem Morgen die einzigen und nutzen das auch gleich für ein schönes Frühstück im Wald.
Danach mussten wir auch durchknattern, denn wir hatten um 11.30Uhr einen Termin im 240km entfernten Bunbury und hier darf man höchstens 110km/h fahren, wenn die Strecke freigegeben ist.
11.20Uhr waren wir in Bunbury angekommen, aber vor uns der erste Stau… Wah! Die Zeit lief uns nur so davon. Immer wieder panischer Blick zur Uhr. Und dann konnten wir 2 vor Halb endlich in den Kreisverkehr einfahren und fuhren pünktlich auf den Parkplatz des Dolphin Discovery Centers. Um 11.30 sollten wir da sein um auf die Delfin-Schwimmtour zu starten. Die Bucht von Bunburry beheimatet nämlich einige Delfingruppen mit denen man auf der Tour frei schwimmen kann.
Angekommen wurden wir erstmal auf alle Risiken hingewiesen (die friendly dolphins können nämlich auch angreifen). Dann ging es erst gegen 12.10 los. Vorher durften wir uns noch in Tauchanzüge reinquetschen (Tino bemerkte auf dem Boot dann, dass er seinen falsch rum an hatte).

Auf dem Boot wurden wir darauf hingewiesen, dass wir aus dreierlei Gründen eventuell nicht mit den Delfinen schwimmen können. Wenn diese Revierkämpfe haben, weil das gefährlich sein kann, wenn wir in der Bootsein- und Ausfahrt sind oder die Gruppe ein neugeborenes Kalb dabei haben. Da gerade Paarung ist und Delfine 12 Monate tragen, kann sich jeder ausrechnen wie wahrscheinlich das ist.
Unser Delfinführer Dave war aber guter Dinge und hatte das animieren mit normaler Sprache und authentisch gut drauf. Wir lernten auf dem Boot auch das Sharkshield kennen. Ein langes Kabel, was einer der Volontiere am Bein trug, welches elektrische Stöße absetzt, die für den Hai scheinbar wie ein Baseballschlägerschlag auf den Kopf sein soll. Dave betonte aber, dass er hier noch nie Haie gesehen habe.
Wir fuhren mit dem Boot also mit 15 Mann los. Ausgelegt ist diese Tour für mehr als 30. Und schon nach einigen 100m sahen wir unsere erste Delfintruppe. Gleich in der Bootseinfahrt und mit einem Neugeborenen. 




Also zum Schwimmen nicht interessant, aber zum Gucken natürlich schon.
Dave erklärte immer wieder interessante Dinge zu Delfinen (Revierverhalten, Geschichten zu einzelnen Delfinen usw.). Nachdem eine zweite Gruppe gesichtet wurde, durften wir das erste Mal ins Wasser. Allerdings kamen die Delfine nicht näher ran und so konnten wir die Finnen nur aus ca. 40m Entfernung sehen.
Das ganze Spiel ging dann die nächsten Stunden so weiter. Immer wieder Delfinsichtungen, aber diese waren immer busy…







Am Ende hatten wir noch mal Glück und kamen immerhin auf 20m ran. Schon Schade, aber mir hat die Tour trotzdem gut gefallen.

Anschließend fuhren wir nach Busselton, wo sich der angeblich längste Pier der südlichen Hemisphäre ins Wasser schlängelt (knapp 2km, die man auch mit einer mega schnellen Bimmelbahn nach hinten fahren kann). 


Wir sparten uns den Eintritt und schauten sie lieber nur vom Strand aus an.

Unser Campingplatz war auch etwas entfernt, so dass wir nach dem Sonnenuntergang erst im Dunklen zu Fuss ankamen.

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