Eigentlich wollten wir zum Sonnenaufgang aufstehen (so gegen
6 Uhr), aber als wir aus unseren Fenstern guckten, strahlte uns ein bewölktes
Etwas entgegen. Na super. Also drehten wir uns noch mal um.
Aber wir wollten
trotzdem früh los um uns auf einem kleinen Trail noch die Dolphin Cove
anzuschauen.
Also marschierten wir kurz nach sieben los. Erstmal wieder
zum Strand und dann einen kleinen Hang hoch.
Der Trail war durch hölzerne
Wegweiser markiert, die man ab und zu aber suchen musste. Als wir den kleinen Hang
erklommen hatten, hatten wir eine phantastische Sicht, auf ein kleines Paradies
(nur der blaue Himmel fehlte noch).
Eine LOST-Szenerie. Klippen, eine einsame
Bucht und ein Wäldchen drumrum und keine Menschenseele. So dachten wir zu
mindest. Bis ich meine Kamera fertig machte und auf einmal zwei weitere
Wanderer vor uns auftauchten, die scheinbar unseren Plan trotz der Bewölkung
umgesetzt hatten. Aber nach denen trafen wir auf niemanden mehr. Leider auch
keine Kängurus, die im Schatten dösten, was unser Reiseführer versprochen
hatte. Aber warum Schatten, wenn man den eh überall hat.
Wir zogen dann die Schuhe aus und zumindest dieser Teil des
Reiseführers stimmte. Es knirschte wie Schnee und fühlte sich an wie Mehl. So
schön…
Einige große Granitfelsen lagen noch malerisch rum und boten
außerdem den zahllosen Krabben Schutz.
Der Rückweg war wieder der gleiche, aber immer wieder
erstaunlich, wie viel mehr man entdecken kann, wenn man die Perspektive
verändert.
Im Camp angekommen, packten wir zusammen und machten uns
bereit für den ersten 4WD Drive. Wir hatten uns dafür eine besonders nette
Strecke ausgesucht: den Strand.
Denn in Australien ist es eher unnormal nicht am Strand zu
fahren (da steht das dann extra dran). Also sind wir eine Runde über den Strand
gecruist. Ich wollte natürlich auch mal. Hat Spaß gemacht.
Pünktlich zum Verlassen des Nationalparks zogen die Wolken
dann auch langsam ab. In Sperance holten wir uns noch einen Holiday
Nationalpark Pass, so dass wir in Zukunft keine Eintrittsgelder zusätzlich mehr
zahlen müssen. Einfall das Ding an den Rückspiegel hängen und schon darf man 30
Tage in alle kostenpflichtigen Nationalparks. Das Teil kostet 40$ und hätte
sich für uns natürlich schon vor dem Cape Arid gelohnt.
Schlafen wollten wir dann eigentlich im Fitzgerald River
Nationalpark, allerdings stellte sich heraus, dass dieser gerade modernisiert
wird und wir von der Seite, von der wir kamen, nicht zugänglich ist. Also
musste wieder eine Alternative her. Wir entschieden uns für einen Campingplatz
in der Mason Bay einem Naturreservat auch wenn uns das wieder in die falsche
Richtung brachte.
Auf dem Weg sprangen uns wieder zahlreiche Kängurus vors
Auto und wir konnten verstehen, warum einige von ihnen ihr Ende auf der Straße
finden. Intelligenz und Schnelligkeit gehören jedenfalls selten zur Reaktion
eines Kängurus auf ein Auto. Meist hoppeln sie vor einem noch etwas die Straße
lang, um dann einfach rüber zu ziehen.
Im Camp, das erste, wo wir auch nichts bezahlen mussten,
schätzten wir dann die Höhe unseres Autos etwas knapp ein (sind immerhin 2,80m)
und schon saßen wir unter einem Ast fest. Wir entschieden dann langsam wieder zurückzufahren…
und nach einigen cm hörten wir nur einen lauten Knack und Geschepper. Peinlich
berührt, weil ein Australier im Auto alles mit Seelenruhe mit ansah, fuhren wir
dann weiter über die 2 Etagen an der Bucht, um nach einem Platz Ausschau zu
halten. Wir fanden auch ziemlich viele freie Plätze.
Dann trauten wir uns das Dach zu inspizieren… Oje da wo
vorher ein Dachfenster war, war jetzt keines mehr.
Mir gings nach dieser Feststellung gar nicht gut und leider
war das Fenster auch nirgends zu sehen. Also zurück zu dem Ast, wo wir es auch
nicht fanden.
Bis der Australier aus seinem Campervan kam und uns das
zerbrochene Fenster reichte. Super peinlicher geht’s ja fast gar nicht mehr.
Also hieß es erstmal alles zu testen, um das blöde Ding
wieder dran zu bekommen.
Aber da war nichts zu machen. Die Kurbel war vollständig
verbogen.
Ich sah schon unendliche Kosten auf uns zu kommen und der
Appetit zum Abendessen war mir auch vergangen. Schlussendlich mussten wir das
angeknackste Fenster mit einem Teil der Wäscheleine provisorisch ranbasteln.
Niedergeschlagen ging es an diesem Abend ins Bett.


















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