Sonntag, 11. März 2012

Geschlossener Park und Fensterärger


Eigentlich wollten wir zum Sonnenaufgang aufstehen (so gegen 6 Uhr), aber als wir aus unseren Fenstern guckten, strahlte uns ein bewölktes Etwas entgegen. Na super. Also drehten wir uns noch mal um. 

Aber wir wollten trotzdem früh los um uns auf einem kleinen Trail noch die Dolphin Cove anzuschauen.
Also marschierten wir kurz nach sieben los. Erstmal wieder zum Strand und dann einen kleinen Hang hoch. 




Der Trail war durch hölzerne Wegweiser markiert, die man ab und zu aber suchen musste. Als wir den kleinen Hang erklommen hatten, hatten wir eine phantastische Sicht, auf ein kleines Paradies (nur der blaue Himmel fehlte noch). 


Eine LOST-Szenerie. Klippen, eine einsame Bucht und ein Wäldchen drumrum und keine Menschenseele. So dachten wir zu mindest. Bis ich meine Kamera fertig machte und auf einmal zwei weitere Wanderer vor uns auftauchten, die scheinbar unseren Plan trotz der Bewölkung umgesetzt hatten. Aber nach denen trafen wir auf niemanden mehr. Leider auch keine Kängurus, die im Schatten dösten, was unser Reiseführer versprochen hatte. Aber warum Schatten, wenn man den eh überall hat.


Wir zogen dann die Schuhe aus und zumindest dieser Teil des Reiseführers stimmte. Es knirschte wie Schnee und fühlte sich an wie Mehl. So schön…
Einige große Granitfelsen lagen noch malerisch rum und boten außerdem den zahllosen Krabben Schutz.


Der Rückweg war wieder der gleiche, aber immer wieder erstaunlich, wie viel mehr man entdecken kann, wenn man die Perspektive verändert.



Im Camp angekommen, packten wir zusammen und machten uns bereit für den ersten 4WD Drive. Wir hatten uns dafür eine besonders nette Strecke ausgesucht: den Strand.
Denn in Australien ist es eher unnormal nicht am Strand zu fahren (da steht das dann extra dran). Also sind wir eine Runde über den Strand gecruist. Ich wollte natürlich auch mal. Hat Spaß gemacht.
Pünktlich zum Verlassen des Nationalparks zogen die Wolken dann auch langsam ab. In Sperance holten wir uns noch einen Holiday Nationalpark Pass, so dass wir in Zukunft keine Eintrittsgelder zusätzlich mehr zahlen müssen. Einfall das Ding an den Rückspiegel hängen und schon darf man 30 Tage in alle kostenpflichtigen Nationalparks. Das Teil kostet 40$ und hätte sich für uns natürlich schon vor dem Cape Arid gelohnt.
Schlafen wollten wir dann eigentlich im Fitzgerald River Nationalpark, allerdings stellte sich heraus, dass dieser gerade modernisiert wird und wir von der Seite, von der wir kamen, nicht zugänglich ist. Also musste wieder eine Alternative her. Wir entschieden uns für einen Campingplatz in der Mason Bay einem Naturreservat auch wenn uns das wieder in die falsche Richtung brachte.
Auf dem Weg sprangen uns wieder zahlreiche Kängurus vors Auto und wir konnten verstehen, warum einige von ihnen ihr Ende auf der Straße finden. Intelligenz und Schnelligkeit gehören jedenfalls selten zur Reaktion eines Kängurus auf ein Auto. Meist hoppeln sie vor einem noch etwas die Straße lang, um dann einfach rüber zu ziehen.



Im Camp, das erste, wo wir auch nichts bezahlen mussten, schätzten wir dann die Höhe unseres Autos etwas knapp ein (sind immerhin 2,80m) und schon saßen wir unter einem Ast fest. Wir entschieden dann langsam wieder zurückzufahren… und nach einigen cm hörten wir nur einen lauten Knack und Geschepper. Peinlich berührt, weil ein Australier im Auto alles mit Seelenruhe mit ansah, fuhren wir dann weiter über die 2 Etagen an der Bucht, um nach einem Platz Ausschau zu halten. Wir fanden auch ziemlich viele freie Plätze.
Dann trauten wir uns das Dach zu inspizieren… Oje da wo vorher ein Dachfenster war, war jetzt keines mehr.
Mir gings nach dieser Feststellung gar nicht gut und leider war das Fenster auch nirgends zu sehen. Also zurück zu dem Ast, wo wir es auch nicht fanden.
Bis der Australier aus seinem Campervan kam und uns das zerbrochene Fenster reichte. Super peinlicher geht’s ja fast gar nicht mehr.
Also hieß es erstmal alles zu testen, um das blöde Ding wieder dran zu bekommen.
Aber da war nichts zu machen. Die Kurbel war vollständig verbogen.
Ich sah schon unendliche Kosten auf uns zu kommen und der Appetit zum Abendessen war mir auch vergangen. Schlussendlich mussten wir das angeknackste Fenster mit einem Teil der Wäscheleine provisorisch ranbasteln.
Niedergeschlagen ging es an diesem Abend ins Bett.

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