Schildern wiesen darauf hin, dass man den Strand noch nicht betreten solle. Pünktlich um 7.45Uhr kam eine Dame mit Fernglas raus und beobachtete die Lagune. Und da waren sie auch schon: Die Delfine.
Die Attraktion von Monkey Mia. Jeden Morgen kommen Gruppen von Delfinen und einige von ihnen werden auch von einigen glücklichen Touristen gefüttert. Das ganze hat eine etwas längere Geschichte. Ein Fischer warf seine Fischreste vor über 30 Jahren jeden Morgen über Bord und das merkten sich die Delfine. Seitdem konnten einige Stammbäume erstellt werden und so erklärte uns die Sprecherin in der Bucht, nachdem sie uns bat eine gerade Linie im Wasser zu bilden, dass gerade drei Generationen in der Bucht seien. Da von den Delfinen nur fünf Weibchen gefüttert werden, weil die männlichen Delfine zum Teil aggressiv wurden, und diese auch neugeborene Kälber hatten, sollten wir vor der Fütterung an der Promenade warten, weil die Delfine sonst schon vorher in die Bucht schwimmen und im seichten Wasser ihre Babys nicht säugen können.
Die Delfine schwammen dann neugierig an der Reihe entlang
und einer schaute uns auch direkt aus dem Wasser an.
Das ist echt ein
merkwürdiges Gefühl. Vornehmlich waren sie aber an den Sprechern interessiert,
denn in deren Nähe gibt es später auch den Fisch.
Wir wurden gebeten das Wasser zu verlassen und schon kam das
einzige Fütterweibchen, was in die Bucht gekommen war und wartete am Eimer, den
ein Freiwilliger in der Hand hielt.
Dann wurden fünf Touristen ausgewählt, die die Fische
verfüttern durften. Bei dem Andrang war das natürlich wirklich wenig.
Trotzdem war es faszinierend diese tollen Tiere noch mal aus
der Nähe zu sehen. Und ich hatte es mir auch deutlich schlimmer vorgestellt,
also touristischer, aber alles war sehr respektvoll. Aber in Spitzenzeiten
sollen bis zu 800 Menschen am Strand stehen, das kann nur schlimm sein.
Wir packten dann unsere Sachen und schauten noch mal im
ressorteigenen Supermarkt(märktchen) nach Brot. Wir ernähren uns hier natürlich
von Toastbrot, was aber wunderbar weich ist. Das kann man in jedem Supermarkt
durch drücken testen, so laden die Verpackungen derselbigen mit „Squezze me“
ein.
Anschließend gingen wir noch mal zum Strand, wo gerade die
zweite Fütterung stattfand und da waren auf einmal nur noch die Hälfte der
Menschen und zwei fütterbare Delfine. Trotzdem wurden wir nicht zum Füttern
ausgewählt, aber jetzt hatte man noch einen besseren Blick. Insgesamt 3
Fütterungen gibt es bis 12Uhr, wenn die Delfine so oft in die Lagune kommen.
Nach 12 Uhr sollen sie ihr wildes Leben genießen und ihren Kindern die
richtigen Fertigkeiten beibringen.
Wir verließen Monkey Mia aber nach dieser Fütterung um zum
Francois Peron Nationalpark zu fahren.
Der Nationalpark liegt an der Spitze der Shark Bay und ist
nur mit 4WD zu erreichen. Bis zu einer Farm kommt man noch ganz normal und dann
erreicht man die Tyre Pressure Zone, wo man den Druck aus den Reifen lassen
muss, weil man auf den Sandwegen sonst stecken bleibt. Wir haben in der
Vermietung schon vorsorglich einen Kompressor mitgemietet und diesen auch in
Kalbarri ausprobiert, allerdings ließ die Power da etwas zu wünschen übrig,
also hofften wir einfach, dass das befüllen klappen würde.
Aber zu viele Sorgen gemacht, denn es gab einen eigenen
Kompressor (bzw. zwei auf jeder Seite einen) und so reduzierten wir auf 25 psi
je Reifen.
Das ist schon echt wenig Luft, aber beim Losfahren funktionierte
alles bestens und so kamen wir super über die roten Sandpisten, wenn Tino die
Vordermannspur halten konnte.
Erst ging es zu einer Bucht, in der wir gleich mal nen
Wassertest machten. Weit und breit keine Menschenseele, dafür eine
ausgetrocknete Wasserschlange. Die Wassertemperaturen nehmen immer mehr zu je
nördlicher wir kommen. Die Farben im Park sind fantastisch. Roter Sand in
verschiedensten Tönungen, türkisenes bis dunkelblaues Wasser und grüne Vegetation.
Nach einer etwas schwierigeren Passage suchten wir uns eine Campsite fast an
der Spitze des Capes aus und luden schon mal unsere Stühle und den Tisch ab um
diese zu besetzen. Typische deutsche Handtuchkultur eben…
Allerdings war das Camp noch völlig unbesetzt und unser Site
hatte direkten Zuägang zum Strand, den man in einer Minute erreichte und vom
Auto war natürlich Meerblick angesagt.
Wir freuten uns schon auf den tollen Sternenhimmel und
fuhren weiter zum Cape.
Dort konnten wir von einem Aussichtspunkt wieder Haie und
Rochen beobachten. Irgendwann tauchte auch eine riesige Meeresschildkröte auf.
Schon beeindruckend, wie viele Tiere man hier so sehen kann.
An einem zweiten Aussichtspunkt sammelten sich die
Wasservögel und bildeten einen Halbkreis in der Bucht (sie standen alle auf dem
feuchten Sand des Strandes, sehr schlau, denn der Sand war knallheiß).
Bei
unserer kurzen Erkundungstour wurden wir schon von einigen Fliegen genervt.
Fliegen sind in Australien schon anders nervig als in Deutschland, weil sie IN
Mund, Augen, Ohren und Nase fliegen. Grund dafür ist, dass sie Protein für die
Eiablage brauchen, den sie über Körperflüssigkeiten bekommen. JA alles andere
als appetitlich, aber seit Kalbarri unser täglicher Kampf und für ein
Fliegennetz, was man sich über den Kopf zieht, waren wir an der Tankstelle zu
geizig.
Das rächt sich natürlich schnell und so folgte der erste
Angriff der Fliegen an unserer Campsite, die wir schon recht früh erreichten.
Wir wollten noch Baden gehen an unserem Strand und als wir aus dem Auto
ausstiegen, waren wir von 100ten Fliegen
umringt oder eher besetzt. Aber leider waren das nicht die einzigen
Fliegeviecher. Auch riesig aussehende fliegende Ameisen waren dabei, die leider
auch stachen. Aber sie erwischten nur mich zwei mal und wir flüchteten wie im
Film ins Wasser, wo die Fliegenleichen nur so um uns rum schwammen.
Die Fliegen in Australien sind berechenbar, sie fliegen nur
bis Sonnenuntergang. Der war aber noch einige Stunden hin und im Wasser wollten
wir so lange auch nicht bleiben. Also rannten wir zum Camper und versuchten in
diesen einzusteigen ohne alle Fliegen mitzunehmen. Das gelang eigentlich gar
nicht. Am Ende saßen wir mit etwa 100 Fliegen im Camper. 100 fliegende Viecher,
die einem in die Nase und in die Ohren kriechen. Da unsere Fenster Fliegennetze
haben, ging der Weg hinaus nur durch die Türen. Beim Öffnen holte man sich aber
gleich wieder zig Fliegen rein. Also waren wir erstmal mit den Fliegen
gefangen. Nach und nach schafften wir es mit Tüchern und Handtüchern einige
nach draußen zu bekommen.
Ich legte mich eine Runde hin, aber Tino machte weiter im
Kampf gegen die Fliegen und am Ende waren es dann nur noch ca. 20. Die Zeit
hatten die Fliegen auch nicht drauf, denn kurz vor dem Sonnenuntergang gingen
wir noch mal an den Strand. Etwa 15 Minuten nachdem die Sonne ganz
untergegangen war, waren die Fliegen weg und wir schafften auch die letzten
noch aus dem Camper.
Man man die Invasion der Fliegen, das würde noch nicht mal
für nen Hollywoodfilm reichen, aber uns hat es den Tag ziemlich vermiest. Dafür
hatten wir das komplette Camp für uns alleine und erspähten noch einige
Kängurus.
Wegfahren wollten wir vorher aber aufgrund des
Sternenhimmels auch nicht. Und wir wurden nicht enttäuscht und setzten uns noch
mal mit einigen dutzend Krabben an den Strand.
Ein paar Fotos habe ich auch versucht zu machen.





































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