In Derby öffnen die Geschäfte wie überall zwar auch
Sonntags, aber leider zu Zeiten, wo wir schon lange unterwegs sein wollten.
Also beschlossen wir, dass wir alles wichtige haben. An diesem Tag wollten wir
einige Kilometer schaffen und da die interessanten Nationalparks in der
Regenzeit alle zu haben (auch einige, die sonst offen haben), schafften wir
dieses Vorhaben besser als gedacht.
Wir hatten wieder einige Wasserdurchquerungen, wobei uns die
heiße Straße einige Trugbilder brachte, die schlussendlich keine
Wasserdurchfahrten bescherten.
Wir passierten Fitzroy Crossing, wo wir zu einer Schlucht
fahren wollten, aber wir hätten einen Fluss durchqueren müssen, der leider
einen Meter über der Straße stand. Bei einer Wattiefe von 70cm leider nicht möglich
(laut Autovermietung 40cm und getraut hätten wir uns das bei 70 wahrscheinlich
auch nicht).
Die Aborigine-Kinder schwammen hier im Fluss und
signalisierten uns, dass es dort wohl kein durchkommen gibt.
Die beiden Orte Fitzroy Crossing und Halls Creek haben mehr
aboriginal Bevölkerung als Zuwanderer. Leider haben beide Orte wohl größere
Probleme zwischen den Kulturen zu vermitteln. Uns fiel das nicht auf, nur dass,
in beiden Orten die Supermärkte und Tankstellen von Asisaten geführt werden.
In Halls Creek konnten wir dann noch die China Wall
besuchen. Durch eine Gate, die man bitte schließen solle, fuhr man zu einer
Mauer aus Quarz, die die Natur selbst „gezimmert“ hatte. Dafür war die Mauer
schon sehr beeindruckend, wenn auch deutlich kleiner als die Richtige.
Zum Schlafen fuhren wir auf einen Rastplatz, auf dem auch
24h Camping erlaubt ist. Am Fluss fischten Aborigines und der schönste Platz
war schon von einem Caravan belegt, aber wir fanden noch ein nettes Plätzchen.
Zum Sonnenuntergang liefen wir noch mal zum Fluss und fingen
anschließend an zu kochen. Mittlerweile hatte sich ein weiterer PKW zu unserem
Bushcamper gesellt.
Als die Kartoffeln fast durch und die Burger nur noch einen
Hauch mussten, kamen zwei Aborigine-Frauen zu uns, ob wir einen Wagenheber
hätten, sie haben ein „Flat One“. Also eine Reifenpanne. Es stellte sich
heraus, dass sie selbst alles wichtige dabei hatten, nur generell Hilfe
brauchten. Ein Auto mit vier Frauen und einem Kind hat eben nicht so viel
Manneskraft zu bieten. Der junge Herr im PKW stellte sich als Schweizer heraus
und wir versuchten gemeinsam unser Glück.
Die Schrauben waren so fest angezogen, dass die beiden Jungs
fast am aufgeben waren. Die Frauen erzählten uns, dass es im August am
schönsten hier ist und hofften dann, dass sie heute noch nach Hause kommen.
Tino gab nicht auf und hatte am Ende alle Schrauben gelöst.
Der Reifen wurde gewechselt und Tino bekam ein anerkennendes „luv ya brotha!“
zugerufen.
Zum Essen gesellte sich der Schweizer dann zu uns und wir unterhielten
uns übers Reisen und die Schweizer Armee.
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