Als erstes wollten wir bei Kununurra noch einen Wanderweg
machen, an dem es Aborigine—Zeichnungen geben sollte. Dieser Weg war nicht
ausgeschildert und als wir ihn fanden völlig verwildert. Wir liefen durchs hohe
Gras und zerkratzten uns die Beine, aber wir fanden einige Zeichnungen. Ich
finde solch eine alte Kunst immer wieder faszinierend.
Die Weiterfahrt war eine kleine Zeitreise, denn wir
passierten die Grenze zum Northern Territory und somit eine Zeitzone. Einenhalb
Stunden mussten wir die Uhr vorstellen. Also einfach mal etwas Zeit von unserer
Reise geklaut.
Wieder war ein Nationalpark auf dem Weg geschlossen, den ich
vorher als Ziel ausgewählt hatte, und so hieß es wieder fahren, fahren, fahren.
Im Gregory Nationalpark konnten wir dann einen Walk machen.
Die Luft war hier schon recht brenzlig, denn überall loderten kleine Bushfeuer.
Wir erstiegen eine Klippe und liefen dann an einer Felswand
entlang. Wirklich ein einmaliges Panorama, die roten Felsen mit den
Fächerpalmen, aber mit dem Teleobjektiv leider nicht festhaltbar.
Hier hatten wir dann weniger Probleme die Felsmalereien zu
finden und bei einigen war durchaus auch Witz dabei.
Nach der zweistündigen Tour war es doch später als erwartet
und so wollten wir zu einem Rastplatz an der Straße fahren. Schon auf dem Weg
dorthin sahen wir, dass wir auf eine blaue Wand zufahren. Die Feuer waren hier
deutlich größer und näher aneinander. Die Klimaanlage spuckte nur noch Qualm
mit aus. Kein wirklich sicherer Ort zum Schlafen, besonders mit Gasflasche am
Auto.
So fuhren wir notgedrungen im Dunkeln weiter und hatten
wirklich Glück, dass wir nur ein paar Kröten mitnahmen.
Im Dunkeln fanden wir dann einen Platz und hatten diesen
auch für uns alleine.
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